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++ Krisenreport ++ EILMELDUNG ++ Krisenreport ++ EILMELDUNG ++ Alarm-Zustand an der Frankfurter Börse: So retten Sie Ihr Vermögen vor dem SUPERGAU

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25.02.2018

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Aktuelle Artikel
  • 21.02.2018 14:57

    Investmentguru warnt vor schlimmstem Crash der Geschichte

    Nach dem Einbruch der Aktienmärkte in den ersten Februartagen dieses Jahres wagen sich nunmehr die Bullen wieder aus Ihren Höhlen heraus. Und die nach wie vor extrem optimistische Bullenschar macht derzeit bevorzugt folgendes: sie rät weiter munter zum Einstieg in den fundamental irrational überbewerteten Aktienmarkt.

    Fundamental gehe es der Wirtschaft blendend und die aktuelle Schwäche am Aktienmarkt sei ein Schnäppchen-Niveau für den Einstieg. So oder so ähnlich lautete der Grundtenor der Aktienmarkt-Optimisten in den vergangenen Tagen.

    Das Heer der Bullen verwies ferner darauf, dass US-Präsident Trump ja für den Dow Jones immer noch die 30.000 als Kursziel ausgerufen habe. Derzeit notiert der altehrwürdige Index ja bei „nur“ gut 25.000. Insofern sei noch jede Menge Luft nach oben vorhanden. Das ist zumindest das bewusst nach außen geäußerte „Glaubensbekenntnis“ der Optimisten.

    Investmentlegende meldet sich zu Wort

    „Futter“ für die Bären, oder besser gesagt Realisten, lieferte indes kaum jemand anders als die Börsenlegende Jim Rogers. Herr Rogers, mittlerweile 75 Jahre alt, ist in deutschen Landen auch als Rohstoffguru bestens bekannt. Wie auch immer, jüngst äußerte er sich in einem Telefoninterview mit Bloomberg äußerst skeptisch mit Blick auf die weitere Entwicklung an den Aktienmärkten.

    Rogers meint jedenfalls, dass der Bärenmarkt, der nun bevorstehen würde, der schlimmste in der Geschichte werden würde. Er betonte in dem Kontext, dass die nun anstehende Baisse verheerende Auswirkungen haben werde. Diese werde eine schlimmere Katastrophe verursachen als alle bisherigen Blasen der Geschichte.

    Schuldenkrise in den USA als Auslöser

    Interessant ist auch, was Herr Rogers als Hauptursache für den anstehenden Zusammenbruch auf die Agenda bringt. Als den entscheidenden Grund für den schlimmsten Crash in der Geschichte des Aktienmarkts kritisiert er die sich gewaltig auftürmenden „Schuldenberge in der Weltwirtschaft“. Diese seien seit der Finanzkrise nicht mehr so hoch gewesen wie heute, vor allem nicht in den Vereinigten Staaten.

    Ja, liebe Leser, die babylonischen Schuldenberge der Neuzeit werden uns noch sehr, sehr lange beschäftigen. Ob wir es wollen oder nicht. Offiziell sind wir ja trotz der leichten Turbulenzen immer noch nicht in einem Bärenmarkt für Aktien angelangt. Das merkte auch Herr Rogers an. Sicher ist jedoch, dass die Mutter aller Schuldenberge die Mutter aller Bärenmärkte hervorbringen wird. Die Zeit ist überreif dafür.

  • 20.02.2018 15:50

    Kommt der kanadische Immobilienmarkt unter Druck?

    Noch immer grassiert in Deutschland das Immobilienfieber. Es werden weiter munter steigende Preise für Mieten, Wohnungen und Häuser erwartet. Insofern sind sich fast alle „Experten“ sicher. Hintergrund dieser Entwicklung ist ja, dass den Experten zufolge die Nachfrage nach Wohnimmobilien stetig steigt – vor allem in den Metropolregionen.

    Wir hatten hier schon im Spätsommer 2017 klar aufgezeigt, dass am kanadischen Immobilienmarkt, der über Jahre hinweg ebenso wie der deutsche Markt heiß lief, erste dunkle Wolken aufziehen. Insbesondere aus dem Großraum Toronto kamen damals schlechte Nachrichten. Jüngst gab es weitere klare Anzeichen dafür, dass womöglich das Jahr 2018 zumindest am kanadischen Immobilienmarkt ein Wendejahr werden wird.

    Dramatischer Rückgang der Verkäufe bestehender Häuser

    Fakt ist jedenfalls, dass der kanadischen Immobilien-Vereinigung zufolge die Zahl der Verkäufe bei bestehenden Häusern von Dezember auf Januar um 14,5 Prozent regelrecht einbrach. Dabei handelt es sich um einen Absturz, den es so in der Geschichte noch nie gab.

    Hinzu kam ferner, dass die Zahl der am Markt neu angebotenen Häuser im Monatsvergleich um sage und schreibe 21,6 Prozent kollabierte. Dabei handelte es sich um das niedrigste Niveau seit dem Jahr 2009. Interessant ist in dem Kontext, dass der Verband anmerkt, dass die Rückgänge besonders in den großen Metropolregionen stark ausfielen.

    Preisrückgang in Toronto

    Schauen wir uns an der Stelle nur das Beispiel der oben bereits erwähnten Großstadt Toronto kurz an. Die Zahl verkaufter Häuser fiel dort im Monatsvergleich um sage und schreibe 27 Prozent. Der Rückgang fiel deutlich stärker als im Landesdurchschnitt aus. Hinzu kommt ferner, dass auch die Preise fielen. Und zwar um 4,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das ist schon ein Wort und deutet darauf hin, dass das Ende der Immobilien-Fahnenstange zumindest in Kanada nunmehr erreicht sein dürfte.

    Ja, liebe Leser, vielleicht lag es ja an neuen, schärferen staatlichen Regeln für die Immobilienkreditvergabe, dass der kanadische Immobilienmarkt im Januar unter Druck kam. Die neuen Regeln gelten ja seit dem ersten Januar 2018. Gut möglich, dass das neue Regelwerk die berühmte Nadel war und ist, die die Blase nun zum Platzen bringen wird.

    Wir werden uns weiter die Lage in Kanada sehr genau ansehen. Sicher ist, dass am Ende auch in deutschen Landen die Übertreibungen korrigiert werden müssen. Je später dies der Fall sein wird, umso heftiger dürfte danach das Wehklagen werden. Nach wie vor raten wir von reinen Investments in den völlig überteuerten deutschen Ballungsräumen strikt ab.

  • 19.02.2018 16:08

    Ehemaliger Chefvolkswirt der EZB warnt vor Umbau der EU zur Transferunion

    Die Krise in Europa kommt ja derzeit massenmedial kaum mehr vor. Im Gegenteil, in den Schlagzeilen dominieren die Erfolgsmeldungen über einen angeblich starken und nachhaltigen wirtschaftlichen Aufschwung in Europa. Der Aufschwung sei dabei so stark, dass selbst krisengeplagte Staaten wie die Hellenische Republik davon profitieren würden.

    Warnung vor Transferunion

    Über die massiven internen Probleme, ja Spannungen wird kaum mehr berichtet. Und just jetzt ist es einer der Väter des Euro, der ehemalige Chefvolkswirt der EZB, Prof. Otmar Issing, höchstpersönlich, der massiv davor warnt, die EU zu einer Transferunion zu machen. In einem Interview sagte er nun: „Wer aus der EU eine Transferunion macht, legt die Saat für künftige Konflikte.“

    Macron-Ideen im Fokus

    Beachtlich in dem Kontext ist jedenfalls, dass Herr Issing auf die Vorschläge des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron zur Reform der EU hinweist. Der moderne „Sonnengott“ der Franzosen will ja unter anderem eine Sozialunion in Europa etablieren. Herr Issing sieht die Vorschläge des Franzosen aber sehr skeptisch. Er ist der festen Ansicht, dass diese am Ende den Kontinent spalten und die Europäer gegeneinander aufbringen werden. Und zwar in einer Weise und in einem Ausmaß, das es bisher noch nie gegeben habe.

    Warnung vor Europäischem Währungsfonds

    Wenig verwunderlich also, dass Herr Issing speziell die Bundesregierung davor warnt, den Euro-Rettungsschirm ESM zu einem Europäischen Währungsfonds auszubauen. Wörtlich sagte er: „Wenn der ESM unter EU-Recht gestellt wird und Beschlüsse über Rettungshilfen nicht mehr einstimmig, sondern mit qualifizierter Mehrheit getroffen werden, höhlt dies die fiskalpolitische Souveränität der Länder aus.“

    Ja, liebe Leser, Prof. Issing stellte klar, dass der Glaube, das Europa eine Rechtsgemeinschaft sei, in der man Verträge schließe, um sie einzuhalten, sich als Illusion erwiesen habe. Folglich sei es vor dem Hintergrund dieser Entwicklung laut Herrn Issing grundsätzlich falsch, noch weiter in Richtung stärkerer Integration, sprich Zentralisierung zu gehen. Das sei insbesondere mit Blick auf den Kernbereich nationaler Souveränität im Bereich der Steuern und Finanzen der Fall.

    Für uns ist das alles nicht wirklich neu. Vor Jahren warnten wir ja schon davor, dass die europäische Währung sich zunehmend zu einem Sprengstoff entwickeln würde, der Europa auseinanderzureißen drohe. Der nächste harte Lackmus-Test für den Euro steht ja schon Anfang März mit den Wahlen in Italien an. Selbst die fanatischen Eurokraten wissen, dass mit einer politischen Wende in Italien der Anfang vom Ende des Euro, wie wir ihn heute kennen, eingeläutet wird.

  • 16.02.2018 14:38

    Crash-Gefahr: Ungerechte Vermögensverteilung in Deutschland

    Die Vermögensverteilung in unserem Land läuft immer mehr aus dem Ruder – mit massiven Folgen für uns alle. Wie eine neue Studie des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) ergeben hat, besaßen im untersuchten Jahr 2014 die reichsten 45 Haushalte in Deutschland 214 Milliarden Euro Vermögen. Das ist genauso viel wie die ärmere Bevölkerungshälfte im Land zusammen besitzt. Dabei wurden erstmals die vorliegenden Daten über die Vermögensverteilung durch weitere Angaben aus Ranglisten der reichsten Personen ergänzt.

    Generell ist es schwierig, die Vermögen von Superreichen zu schätzen, da diese naturgemäß darüber keine Auskunft geben und oft erhebliche Teile des Vermögens im Ausland oder in Steueroasen verstecken. Die neue Studie dürfte dabei nur die „Spitze des Eisberges“ erfasst haben und die Vermögensverteilung in Deutschland in Wirklichkeit noch erheblich ungerechter ausfallen, als das bisher schon vermutet wurde.

    Gerechte Vermögensverteilung sichert gesellschaftliche Stabilität

    Dabei ist eine gerechte Vermögensverteilung extrem wichtig für die Stabilität von Gesellschaften. Das zeigt Ihnen auch der Blick zurück in die Geschichte: Für Sie ist das wichtig, weil die Konzentration von Vermögen in immer weniger Händen ein deutliches Indiz dafür ist, dass das System bald kollabieren wird. Vor allen großen Crashs – wie der Weltwirtschaftskrise von 1930 oder dem Gründerkrach von 1873 – erreichte die Vermögenskonzentration jeweils ein Maximum. Der Mittelstand löste sich, ähnlich wie heute, immer mehr auf und die Masse der Menschen verarmte.

    In solchen Phasen haben sich massive gesellschaftliche Veränderungen vollzogen. Genau das erwarte ich auch jetzt wieder. Dabei gerät das Vermögen von vielen Bürgern in Gefahr – vor allem denen, die sich heute noch in Sicherheit wiegen.

    Die drastische Vermögenskonzentration in Deutschland ist ein weiteres Indiz dafür, dass es bald zu einem Crash kommen wird. Dann werden wir eine neue Finanzkrise erleben, allerdings diesmal völlig unkontrollierbar und erheblich schärfer als die hinter uns liegenden. Deshalb sollten Sie sich gerade jetzt richtig aufstellen und Ihr Vermögen aktiv vor dem unweigerlich kommenden Zusammenbruch schützen.

    Das tun Sie durch eine breite Streuung und vor allem auch mit Fremdwährungen und ausgesuchten Edelmetallen. Achten Sie dabei aber auch auf eine ausgewogene Gewichtung. Nur wenn Sie Ihr Vermögen in verschiedene Anlageklassen streuen, verringern Sie das Risiko bei einer kommenden Krise.

  • 14.02.2018 17:49

    Eurokrise: Griechen verlieren mehr als ein Drittel ihrer Vermögen

    Die Wirtschaft in Europa befindet sich in einem breiten und robusten Aufschwung. Und selbst Krisenländer im Süden des Kontinents würden sich momentan erholen und aus der Krise herauswachsen. So oder so ähnlich wird es massenmedial beinahe täglich verbreitet. Es ist schon wahrlich brisant, ja eigentlich skandalös, dass über die Spätfolgen der extremen Krise in Griechenland nichts bzw. bestenfalls kaum was berichtet wird.

    Griechischer Fiskus mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen

    Neulich war eine Meldung zu lesen, die wahrlich unfassbar ist. Fakt ist demnach, dass der griechische Staat, genauer gesagt die Finanzverwaltung der Hellenischen Republik gegen mehr als eine Million Bürger des Krisenlandes mit Zwangsvollstreckungsmaßnahmen wegen unbeglichenen Verbindlichkeiten vorgeht. Dabei handelt es sich um einen neuen Rekordstand. 2016 ging der griechische Fiskus „nur“ gegen knapp 840.000 Bürger des Landes mit Zwangsmaßnahmen vor; ein Jahr zuvor, sprich 2015, waren es fast 700.000 Personen.

    Das sind schon Dimensionen, die wohl historisch einmal sind. Wir reden hier über gut neun Prozent der griechischen Bevölkerung, gegen die der Staat mit aller fiskalischen Härte vorgeht. Wahnsinn! Wenn man diese Zahlen auf Deutschland projizieren würde, hieße das, dass die deutschen Finanzbehörden gegen gut 7,5 Millionen Bürger mit diversen Vollstreckungsmaßnahmen vorgehen würden. Das sind schon Zustände, die nur im Zusammenhang mit einer extremen Krise auftreten können. Und extrem war bzw. ist die Krise für die Bürger in Griechenland immer noch.

    Ja, liebe Leser, die Krise und deren Folgen für die Bürger sind historisch einmalig. Extrem hart, extrem bitter. Jüngst veröffentlichte die Marktforschungsgesellschaft New World Wealth in Zusammenarbeit mit Visual Capitalist einen Bericht, in dem das Ausmaß der deflationären Wirtschaftskrise Griechenlands beziffert wurde. Und das ist mehr als nur beachtlich. Fakt ist demnach, dass die Griechen in den letzten zehn Jahren mehr als ein Drittel ihrer Privatvermögen verloren haben. Dem Bericht zufolge sollen es exakt 37 Prozent gewesen sein.

    Im übrigen sind Venezuela und Griechenland die beiden Länder, die innerhalb des letzten Jahrzehnts den größten Verlust privaten Reichtums auf der Welt erlitten haben. Die Menschen in Venezuela haben fast die Hälfte ihrer Vermögen verloren.

    Diese Zahlen zeigen ganz klar, dass die Krise alles andere als ausgestanden, geschweige denn überwunden ist. Es wird Jahre, ja Jahrzehnte dauern, bis sich die Griechen wieder halbwegs erholen können. Wenn überhaupt. Und es wird noch sehr, sehr lange dauern, ehe wir das wahre Ende der Krise in Europa ausrufen können. Lassen Sie sich nicht von den Aufschwung-Parolen einschläfern!

  • 13.02.2018 18:13

    Eurokrise – EZB bleibt bis auf weiteres im Krisenmodus

    Die Notenbanker in Frankfurt freuen sich über einen breit angelegten Aufschwung in der über viele Jahre hinweg krisengeplagten Eurozone. Das ist der Grundtenor, der in diesen Februar-Tagen durch die Finanzmedien geistert. Der Aufschwung werde weitergehen, selbst die Turbulenzen an den Aktienmärkten könnten der Erholung nichts anhaben. Naja, offen gestanden ist das wohl eher Wunschdenken und berühmt-berüchtigtes Pfeifen im Walde.

    EZB bleibt im Krisenmodus

    Fakt ist jedenfalls, dass die EZB bis auf weiteres voll im Mega-Krisenmodus bleibt. Nach wie vor liegt der Einlagenzins ja bei Minus 0,4 Prozent. Die großangelegten Anleihenkäufe gehen ja noch bis mindestens bis zum Herbst diesen Jahres weiter. Und Herr Draghi sagt ja bei seinen Pressekonferenzen immer wieder, dass diese Käufe noch bis ad infinitum verlängert werden könnten, wenn die Kriterien für einen nachhaltigen Anstieg der Teuerung in der Eurozone nicht erfüllt werden.

    Der Chefvolkswirt der EZB, Herr Praet, bestätigte dies erst in der vergangenen Woche und betonte, dass die EZB erst dann ihre Anleihenkäufe beenden werde, wenn die Inflation stärker anzieht. Wörtlich sagte er laut Reuters in Frankfurt am Main: „Wir benötigen Geduld, denn es braucht Zeit, bis sich Preisdruck aufbaut”. Im selben Atemzug stellte er klar, dass der von der EZB gewünschte Preisdruck aktuell noch nicht existieren würde.

    Gigantisches Anleihenkaufprogramm

    Zur Erinnerung sei hier angemerkt, dass die EZB, genauer gesagt die Notenbanken des Eurosystems, ja seit März 2015 ein historisch einmaliges Kaufprogramm für Anleihen betreiben. Wir reden hier über ein Volumen von gewaltigen 2,55 Billionen Euro. Und wir haben hier schon erwähnt, dass die selbst ernannten Währungshüter auch Anleihen von angeschlagenen Unternehmen kaufen.

    Das Beispiel des deutsch-südafrikanischen Möbelkonzerns Steinhoff läßt grüßen. Wahnsinn, aber leider traurige Wahrheit. Das alles geschieht, weil die EZB mit aller Gewalt die offiziell ausgewiesene Inflationsrate für die Eurozone bei knapp zwei Prozent haben will. Aktuell liegt diese immer noch bei nur 1,3 Prozent.

    Ja, liebe Leser, der ganze „Stimulus-Zirkus“ findet ja in einer Zeit statt, die von einer angeblich robusten Erholung geprägt ist. Da fragt sich der geneigte Beobachter, was die Notenbanker machen werden, wenn im Geleitzug der Turbulenzen an den Finanzmärkten eine handfeste Weltrezession entsteht.

    Höchst beachtlich ist insofern, was jüngst EZB-Ratsmitglied Francois Villeroy de Galhau in dem Kontext anmerkte. Er sagte, dass das Risiko bestehen würde, dass die Geldpolitik mit der nächsten Rezession im Euroraum überfordert sei. Naja, die Notenbanker sind ja schon jetzt – in der angeblich besten aller Welten – hoffnungslos überfordert, oder?

  • 12.02.2018 15:00

    Der US-Aktienmarkt ist immer noch irrational überbewertet

    Der 5. Februar des Jahres 2018 wird sicherlich in die Börsengeschichte eingehen. Der viel beachtete Dow Jones Index rauschte binnen 15 Minuten um 800 Punkte in die Tiefe. Unglaublich, aber wahr. In der Spitze büßte das Leitbarometer knapp 1.600 Punkte ein. Dabei handelte es sich um den größten Punktverlust in der über 130-jährigen Geschichte des altehrwürdigen Kursbarometers.

    Am Ende des Handelstages ging der Dow dann mit einem Verlust von sage und schreibe 1.175 Zählern bzw. 4,6 Prozent aus dem Handel. Das ist schon gewaltig, wenn man bedenkt, dass der Index ja schon am Freitag zuvor 666 Punkte Federn lassen musste. In den ersten drei Handelstagen des Monats Februar beläuft sich der Verlust an reiner Marktkapitalisierung damit auf mehr als eine Billion Dollar. Das ist schon eine gewaltige Summe!

    Volatilität schnellt nach oben

    Höchst beachtlich auch, dass an jenem Crash-Montag die Volatilität, gemessen am VIX, in den USA um gut 155 Prozent hochschoss. In der Spitze wurde bei diesem Index ein Wert von fast 39 erreicht. Sie erinnern sich, dass wir ja im Dezember 2017 zeitweise bei diesem Index, der auch gern als Panikindex bezeichnet wird, ein Niveau von teilweise unter zehn hatten.

    Viele professionelle Investoren und Hedge-Fonds wetteten ja auf einen Verfall der Volatilität. Und diese Wetten gingen just an jenem Montag schief. Schon jetzt ist zu lesen, dass einige Hedge-Fonds wohl aufgrund gigantischer Verluste wegen dieser fehlgeschlagenen Wette aufgeben müssen und liquidiert werden. Diese im ganzen Ausmaß noch nicht bezifferbaren Verluste sollten auch keinesfalls unterschätzt werden.

    Aktienmarkt bleibt überbewertet

    Nichtsdestotrotz wurde in den Tagen nach dem Flash-Crash schon von Seiten der Bullen wieder zum Einstieg getrommelt. Jetzt sei es an der Zeit, wieder auf Schnäppchenjagd zu gehen. Da kann und muss man nur vehement widersprechen. Fakt ist nämlich, dass trotz des aktuellen Rücksetzers insbesondere der US-Aktienmarkt alles andere als ein Schnäppchen ist. Im Gegenteil.

    Jüngst war es Nobelpreisträger Prof. Robert Shiller höchstpersönlich, der anmerkte, dass der US-Aktienmarkt im Vergleich zu 26 von ihm bewerteten Aktienmärkten anderer Länder am teuersten sei. Nur 1999 war der US-Aktienmarkt gemäß dem Shiller-KGV höher bewertet als aktuell. Selbst vor der deflationären Depression der 1930er-Jahre war der Markt nicht so teuer wie aktuell.

    Ja, liebe Leser, das Chance-Risiko-Verhältnis spricht derzeit alles andere als für ein Engagement am Aktienmarkt. Ganz im Gegenteil. Lassen Sie sich bloß nicht zur vermeintlichen Schnäppchenjagd verführen!

  • 09.02.2018 15:30

    Crash-Gefahr: Der deutsche Aufschwung hängt einseitig am Exportüberschuss

    Deutschland ist eine Exportnation. Das ist aber auch eine große Gefahr – die von vielen Experten völlig unterschätzt wird. Lesen Sie heute, warum gerade die große Abhängigkeit von Exporten in Deutschland schon bald zu einem bösen Erwachsen führen könnte.

    Und eins ist dabei für mich sicher: Dieses Szenario hat die Masse der Experten nicht auf dem Radar. Das macht die Gefahr noch größer, denn so kann es kaum einen wirksamen Schutz vor den möglichen Gefahren geben.

    Vor allem das Ausland reagiert immer wieder kritisch, wenn es um das Thema Deutsche Exporte geht. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos wurde jetzt erneut der einseitige Exportüberschuss Deutschlands kritisiert. Schon letztes Jahr bezeichnete der US-Präsident Donald Trump diesen als „sehr böse“. Hintergrund ist, dass der Exportüberschuss bei uns ein Handelsbilanzdefizit in anderen Ländern bewirkt und diese dadurch immer mehr in die Schuldenfalle geraten.

    Deutscher Handelsüberschuss liegt schon bei 8% der Wirtschaftsleistung

    Mit acht Prozent vom Bruttoinlandsprodukt (BIP) bzw. über 250 Milliarden Euro im Jahr haben wir inzwischen den weltweit größten Handelsbilanzüberschuss aller Länder. Schon im Jahr 2011 hat die EU sechs Prozent vom BIP als absolutes Maximum für einen Exportüberschuss genannt. Selbst das Exportland China hat nur einen Exportüberschuss von zwei Prozent.

    Das zeigt, dass der aktuelle Aufschwung in Deutschland einseitig am Export hängt. Doch damit verbunden ist auch eine enorme Gefahr für Deutschland. Bricht der Export zusammen, weil die Weltkonjunktur sich abkühlt, dann geraten wir sofort in eine schwere Krise. Noch schlimmer wird es, wenn die Verbindlichkeiten des Auslandes, die durch diesen enormen Handelsbilanzüberschuss entstanden sind, teilweise oder sogar ganz ausfallen.

    Alleine seit der Euroeinführung 2002, haben sich hier über 2,4 Billionen Euro Auslandsverbindlichkeiten angesammelt. Bei Ausfall dieser Forderungen drohen eine große Pleitewelle exportabhängiger Unternehmen in Deutschland und eine dramatische Wirtschaftskrise.

    Für Sie heißt das, dass Sie auf keinen Fall auf Kapitalanlagen bei exportorientierten Unternehmen setzen sollten. Dieser Aufschwung stellt ein Strohfeuer dar, der in einen Crash münden wird. Meiden Sie deshalb strikt Aktien von Unternehmen, die vom Export abhängig sind, wie z. B. die der Automobilindustrie. Setzen Sie ausschließlich auf Unternehmen, die Produkte herstellen, die auch in einer Krise noch benötigt werden.

  • 07.02.2018 18:01

    Überraschend schlechte Entwicklung der deutschen Einzelhandelsumsätze

    Der Einzelhandel gehe mit Rückenwind in das so wichtige Weihnachtsgeschäft. Fast 90 Prozent der Detailhändler rechnen mit besseren oder zumindest gleichbleibenden Umsatzerlösen. Das war der Grundtenor Ende 2017 mit Blick auf die Erwartungshaltung für das Weihnachtsgeschäft. Oft war damals auch zu lesen, dass das Weihnachtsgeschäft 2017 so gut wie noch nie ausfallen werde. Umsatzsteigerungen von drei Prozent und mehr wurden in den Raum gestellt bzw. zumindest für möglich gehalten. Ja, das war die große Hoffnung.

    Enttäuschende Zahlen für den Dezember 2017

    Ende Januar 2018 war es dann soweit. Das statistische Bundesamt mit Sitz in Wiesbaden gab die amtlichen Fakten zu den Einzelhandelsumsätzen im Monat Dezember 2017 bekannt. Und selbst eher skeptische Zeitgenossen waren überrascht. Und zwar negativ. Fakt ist laut der ersten Veröffentlichung nämlich, dass die preisbereinigten Umsätze gegenüber dem Vormonat, sprich dem November 2017, saison- und kalenderbereinigt um 1,9 Prozent rückläufig waren.

    Gegenüber dem Vorjahresmonat, sprich dem Dezember 2016, verringerten sich die realen Umsätze im Dezember 2017 ebenfalls um 1,9 Prozent. Das ist schon ein Wort angesichts der hohen Erwartungen, die keinesfalls erfüllt werden konnten. Zugegeben, im Dezember 2017 hatten die Geschäfte nur an 24 Verkaufstagen offen; im Dezember 2016 gab es 26 Verkaufstage, also zwei Tage mehr.

    Deutlich schlechter als erwartet

    Das war aber schon in den Schätzungen so bekannt und folglich wurde aufgrund der geringeren Zahl an Verkaufstagen im Konsens für den Dezember ein Umsatzminus von 0,5 Prozent erwartet. Unter dem Strich fiel das Minus mit 1,9 Prozent aber fast viermal so hoch aus wie die Volkswirte erwarteten. Extrem spannend ist dabei auch der Blick auf den in deutschen Landen ja schon seit Jahren boomenden Online-Handel.

    Hier sei nur beiläufig erwähnt, dass der Internethandel ja nicht auf gesetzliche Öffnungszeiten, sprich auf die Zahl der Verkaufstage, angewiesen ist. Die Verbraucher konnten ja im Dezember 2017 wie im Dezember 2016 an 31 Tagen rund um die Uhr ihre Bestellungen vornehmen. Und selbst im Online-Handel konnten die hohen Erwartungen nicht erfüllt werden. Am Ende verbuchten die Internethändler ein Umsatzminus von sage und schreibe 0,7 Prozent.

    Ja, liebe Leser, selbst der boomende Internethandel musste im Dezember 2017 einen herben Umsatzeinbruch in Deutschland hinnehmen. Das ist schon bezeichnend und alarmierend zugleich. Alle Welt spricht ja immer noch vom deutschen Wirtschaftswunder 2.0. Wohl gemerkt noch. Es wäre nicht überraschend, wenn demnächst wieder von Deutschland als „krankem Mann“ im Herzen von Europa die Rede ist.

  • 06.02.2018 14:52

    Notenbank-Legende Alan Greenspan warnt vor zwei Blasen

    Erinnern Sie sich noch an das „geflügelte Wort“ des „Magiers der Märkte“? Die älteren unter den Lesern werden sich sicher noch an die Wortschöpfung „irrationaler Überschwang“ von Alan Greenspan erinnern. Das war just zum Höhepunkt der Internetblase Ende der 90er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.

    Greenspan warnt vor Blasen

    Herr Greenspan war ja vom August 1987 bis Januar 2006 Vorsitzender der US-Notenbank. Seit dem Jahr 2008 berät er im Hintergrund den Hedge-Fonds des Starinvestors John Paulson. Und just jetzt ist es Greenspan höchstpersönlich, der einen Blasenalarm ausrief. In einem Interview mit dem Finanzsender Bloomberg brachte der einst mächtigste Notenbanker es auf den Punkt:

    „Es gibt zwei Blasen. Wir haben eine Aktienmarkt- und Rentenmarktblase.“

    Das sollte einen schon hellhörig stimmen, wenn niemand anders als der Magier der Märkte, Alan Greenspan, gleich vor zwei Blasen warnt. Bisher hat er sich ja immer nur relativ skeptisch zur Entwicklung am Bondmarkt geäußert. Erstaunlich ist da schon, dass er nach dem fulminanten Anstieg seit der Trump-Wahl nun auch den US-Aktienmarkt in einer Blase sieht.

    Ja, liebe Leser, zweifelsohne ist der US-Aktienmarkt seit der Wahl von Donald Trump zum 51. Präsidenten um fast 50 Prozent gestiegen. Das ist schon extrem gewesen. Interessant ist, dass Herr Trump im Rahmen des Weltwirtschaftsforums in Davos den Anstieg als seinen Erfolg feierte.

    Im Gespräch mit dem Chef des Weltwirtschaftsforums, Dr. Schwab, sagte der US-Präsident, dass es ihm zu verdanken sei, dass der US-Aktienmarkt seit dem Herbst 2016 so haussiert. Er merkte in dem Kontext weiter an, dass die US-Indizes um fünfzig Prozent gefallen wären, wenn nicht er, sondern Hillary Clinton zur US-Präsidentin gewählt worden wäre.

    Zweifelsohne ist der Begriff „irrationaler Überschwang“ auch jetzt auf die aktuelle Lage am US-Aktienmarkt angebracht. Und schon jetzt zeichnet sich ab, dass etwas Luft aus der Blase entschwindet. In der vergangenen Handelswoche verbuchten sowohl der Dow Jones wie auch der S&P 500 den größten Verlust auf Wochenbasis seit dem Jahr 2016. Immerhin ging es bei den Indizes um die vier Prozent nach unten.

    Erwähnenswert ist da auch, dass der Dow Jones allein am Freitag mit einem Tagesminus von 666 Zählern bzw. 2,5 Prozent ins Wochenende ging. Gestern folgte dann mit über 1.400 Punkten der größte Tagesverlust aller Zeiten – gemessen an den Punkten. Aber, bis jetzt ist noch nicht wirklich viel passiert. Es ist noch reichlich Luft in der Blase!